Berechnung wird mit fast 2-facher (Dual Core) oder 4-facher (Quad-Core) Geschwindigkeit ausgeführt.
Berechnung wird mit bis zu 16-facher Geschwindigkeit ausgeführt. (Bedarf mehrere speziell vernetzte ausreichende PCs; Spezielles Installationswissen ist notwendig)
1. Einleitung
1.1 Übersicht
1.2 Installation
1.3 Dateien
1.4 Integrierte Hilfe und Handbuch
2.1 Modellparameter
2.2 Kühlturmableitung
2.3 Alternative Streuparameter
2.4 Quell- und Stoffdaten
2.5 Sedimentation und Deposition
2.6 Rechenlauf
2.7 Fahnendarstellung
3.1 Parameterformular
3.2 Auswaschung von Partikeln und Abbau
3.3 Aufpunkte
3.4 Quellen
3.5 Ausbreitungssituationen
3.6 Prüfung und Rechenlauf
3.7 Ergebnistabelle
3.8 Situationenhistogramm
3.9 Kenngrößengrafik und Lageplan
4.1 Stapelverarbeitung
4.2 Ausbreitungsklassenstatistik
4.3 Auswahl und Darstellung der AKS
4.4 Export
5. Bedienung
5.1 Innerhalb der Formulare
5.2 Innerhalb der Tabellen
5.3 Innerhalb der Grafiken
6. Bekannte Probleme/Kompatibilität
7. Begriffserklärungen
Mit P&K 3782 bieten wir Ihnen ein PC-Programm zur
Durchführung von Ausbreitungsrechnungen für Staub und Luftschadstoffe
nach den Modellen
Auf der Grundlage von Ausbreitungsklassenstatistiken (einschließlich Niederschlagsstatistiken) können Jahresmittelwerte und Perzentile für Immissionskonzentration und Deposition berechnet werden.
Sehr viele Punkt-, Linien- und Flächenquellen sowie Aufpunkte und Beurteilungsflächen mit Vorbelastungen in großer Anzahl können bei der Berechnung berücksichtigt werden.
Durch die Option Kühlturm ist das Programm mit einer Schnittstelle
zum Aufruf des VDI-Programms VDISP zur Berechnung von Immissionen bei Ableitung
über einen Kühlturm gemäß der Richtlinie
Mit der Option Experte können Kenngrößen über verschiedene Statistiken (Betriebszeiten, Tages- oder Jahresgang, I2-Staub) und Quellen mit abweichenden Streuparametern (Anfangsturbulenz, Bebauung) berechnet werden. Bei mehreren Quellen ist die quellenbezogene Auswertung der Immissionen in Form von Tabellen und Histogrammen möglich.
Die prognostizierten Kenngrößen können in
unterschiedlichen Darstellungen (farbige Raster, plazierte Zahlen oder
Isolinien) an gängige Drucker und Plotter sowie an andere Programme
übergeben werden.
Zur Programminstallation ist das Programm Setup.exe (kann einen anderen Namen haben) auszuführen.
Das Programm wird mit dem Aufruf pk_3782.exe gestartet. Zur
Vereinfachung wurde bei der Installation eine Verknüpfung in einer
benutzerdefinierten Programmgruppe erzeugt.
Zur Speicherung aller Parametereinstellungen eines Projektes (Konzentrationsfeld oder Statistik) werden jeweils Sätze von Dateien mit gleichem Namen und unterschiedlicher Extension angelegt. Die Auswahl eines Dateiensatzes oder die Eingabe entsprechender Daten ist Voraussetzung für den Zugriff auf weitere Programmfunktionen.
Der Dateienverwalter stellt Funktionen für alle notwendigen Handhabungen der Dateien zur Verfügung:
| Neu | Erzeugt ein neues Projekt mit einem wählbaren Namen, in das neue Daten eingegeben werden können. |
| Öffnen | In diesem Formular können Projekte geöffnet werden. Es werden die Dateien mit der Extension KIN oder EIN angezeigt. |
| Kopieren | Kopiert alle Dateien eines Projektes, wobei der Name des Zielprojektes gewählt oder eingegeben werden kann. Wenn eine dieser Dateien existiert, wird gefragt, ob diese überschrieben werden soll. |
| Löschen | Löscht alle Dateien eines Projektes. Das Projekt kann in einem Formular gewählt werden. |
Im Datenpfad werden folgende Dateien nach Bedarf angelegt und
initialisiert:
| P&K_3782.IN1 | Parameter zum Aufruf der Programme zur tabellarischen und grafischen Ausgabe der AKS |
| P&K_Graf.ini | Parameter zum Aufruf der grafischen Kenngrößendarstellungen |
| P&K_3782.IN4 | Liste der Batchaufträge |
Zu jedem Projekt wird mit dem Dateienverwalter ein Satz von Dateien mit
unterschiedlicher Extension und gleichem Namen (dem Projektnamen) im aktuellen
Datenpfad angelegt und verwaltet:
Für die Berechnung eines Konzentrationsfeldes:
| *.KIN | Eingaben für Konzentrationsfelder |
| *.KOU | Konzentrationsfelder |
Für die Berechnung der Statistik:
| *.EIN | Eingaben für die Kenngrößenberechnung |
| *.AMO | Ergebnis der Kenngrößenberechnung |
| *.AMA | Liste der Aufpunkte |
| *.AMK | Liste der Kollektive |
| *.AMV | Liste der Vorbelastungen |
| *.AMP | Liste der Punktquellen |
| *.AML | Liste der Linienquellen |
| *.AMF | Liste der Flächenquellen |
| *.AMS | Liste der Ausbreitungssituationen |
Diese Dateien sind einfache Textdateien im ASCII-Format, deren Aufbau in den nachfolgenden Abschnitten dieses Handbuches näher beschrieben ist.
Die Berechnung statistischer Kenngrößen setzt das
Vorhandensein von Ausbreitungsklassenstatistiken (AKS) voraus, die unter
beliebigen Namen auf einem eigenen Pfad abgelegt sein können. Mitgeliefert
ist eine fiktive AKS mit dem Namen DWD_STA1.AKS.
Für einen einfachen Einstieg in das Programm sind Beispeildateien im Programmverzeichnis enthalten. Das Programm ist programmiert die Verzeichnisse Sample(s) und/oder Beispiel(e) zu Beginn beim Öffnen zu zeigen. Diese Funktion funktioniert nicht auf allen Windows-Versionen. In solch einem Fall muß das Programmverzeichnis (z.B. c:\Programme\P&K\....) manuell angesteuert werden.
In P&K 3782 ist eine kontextbezogene Hilfe integriert, die aus
jedem Punkt des Formulares heraus mit der Funktionstaste <F1> aufrufbar
ist. In den Hilfetext sind gegebenenfalls - farblich abgehoben - Querverweise
eingestreut, die mit Mausklick abgerufen werden können.
Die Berechnung eines Konzentrationfeldes ist die notwendige Voraussetzung für die Berechnung der Kenngrößen.
Der Haupmenüpunkt "Konz.feld" stellt Funktionen zum Verwalten der Ein- und Ausgabedateien, zum Parametrieren einer Konzentrationsfeldberechnung, zum Durchführen einer Rechnung und zur grafischen Analyse der Abgasfahnen zur Verfügung.
Das Konzentrationsfeld beinhaltet relative Angaben zur Immissionskonzentration in Ausbreitungsrichtung der Abgasfahne für alle Windgeschwindigkeitsklassen und Ausbreitungsklassen, die in den weiteren Analysen von Interesse sind. Berechnet werden Werte für Stützstellen, deren gegenseitiger Abstand von Quellhöhe und Rechengenauigkeit abhängt. Die relevanten Daten der Abgasfahne werden normalerweise nur für ein festes Aufpunktniveau gespeichert. Auf Wunsch (z.B. wenn die grafische Ausgabe von Fahnenschnitten oder eine Kenngrößenberechnung für unterschiedliche Aufpunkthöhen vorbereitet werden sollen) wird auch das gesamte vertikale Profil der Fahne gespeichert, was aber erheblichen Plattenspeicher erfordert.
Die Punkte des Konzentrationsfeldes werden mit der folgender Formel (VDI 3782) berechnet.

Darin bedeuten:
| x,y,z | kartesische Koordinaten des Aufpunktes. |
| Höhe der realen und der virtuellen Fahnenachse. | |
| Streuung der Gaußverteilung | |
| repräsentative Transportgeschwindigkeit. | |
| Quellstärke | |
| Faktor zur Berücksichtigung der Massenerhaltung bei Deposition und Sedimentation. |
Die Eingangsdaten für eine Konzentrationsfeldberechnung werden in die beiden Formulare Modellparameter und Quell- und Stoffdaten eingetragen. Im Rahmen der Optionen Kühlturm und Experte stehen darüber hinaus bei Bedarf zusätzlich die Formulare Kühlturm und Streuparameter zur Verfügung.
Eine Änderung der Konzentrationsfeldparameter veranlaßt das Löschen der Konzentrationsfelddatei.
Ein zweizeiliger beliebiger Text kann zu einem Konzentrationsfeld eingegeben werden. Er erscheint auch im Ergebnisprotokoll der Kenngrößenberechnung zur Beschreibung der verwendeten Konzentrationsfelder.
Neben einer Ausbreitungsrechnung nach der Richtlinie
Gemäß VDI 3782 Blatt1 / 2001 wird mit den 9 TA Luft Windgeschwindigkeitsklassen gerechnet, sowie mit einem neuen Parametersatz für 180 statt 150 Metern in der Streuparameter-Berechnung (F, f, G, g).
Die Programmfunktionen sind für beide Modelle im wesentlichen identisch. Eingaben, die in einem Modell überflüssig sind, werden dann für das Formular gesperrt. So sind Angaben zu Bodenrauhigkeit, Sedimentation und mechanischem Auftrieb der Abgasfahne im TA Luft Modell ohne Bedeutung.
Für das Konzentrationsfeld werden relative Konzentrationswerte in einem in Ausbreitungsrichtung und in der Höhe gerasterten Feld berechnet. Die Dichte dieses Rasters entscheidet über die Genauigkeit der Kenngrößenberechnungen.
Die Rechenzeit ist stark von der Genauigkeit abhängig. Eine Erhöhung der Genauigkeitsstufe um eins erhöht die Rechenzeit um den Faktor sechs.
Die Rechengenauigkeitsstufe "gering" sollte in der Regel Ergebnisse mit einer Abweichung von maximal 1% liefern. Im Nahbereich der Quellen (in einem Gebiet unter 300 m bei Quellhöhen über 30 m, oder einem Gebiet von zehnfacher Schornsteinhöhe bei kleineren Quellhöhen) kann die Abweichung jedoch auch auf 10% ansteigen. Hier kann die Stufe "normal" erforderlich sein. Für extreme Anforderungen an die Genauigkeit der Rechnung oder für Referenzberechnungen steht noch die Stufe "hoch" zur Verfügung.
Bei der Berechnung der Kenngrößen wird zwischen den vertikalen Stützstellen des Konzentrationsfeldes interpoliert. Für das Aufpunktniveau wird allerdings zusätzlich zu den Stützstellen ein exakter Wert im Konzentrationsfeld abgelegt. Da dieser Wert immer präziser als eine Interpolation ist, empfiehlt es sich, hier die am häufigsten vorkommende Aufpunkthöhe einzutragen.
Wird ein Konzentrationsfeld ohne vertikale Verteilung berechnet, ist bei der Kenngrößenberechnung das Aufpunktniveau die einzig verfügbare Aufpunkthöhe.
Die Konzentrationsfeldberechnungen können auf eine Ausbreitungs- und/oder eine Windgeschwindigkeitsklasse beschränkt werden. Damit ist auch die nachfolgende Kenngrößenberechnung dieser Beschränkung unterworfen.
Mit einem Schalter wird die Speicherung der vertikalen Verteilung des Konzentrationsfeldes veranlaßt. Ohne diese Verteilung stehen bei der späteren Statistik nur die Daten des Aufpunktniveaus zur Verfügung. Das Speichern der vertikalen Verteilung kann aber etliche Megabyte Plattenspeicher erfordern und damit evtl. auch lange Übertragungszeiten zu anderen Rechnern.
Empfehlenswert ist es, die vertikale Verteilung nur dann und nur in dem Umfang (nur ausgewählte Ausbreitungssituationen) zu speichern, in dem dies erforderlich ist.
Kenngrößen für Aufpunkte unterschiedlicher Höhen oder grafische Darstellungen von Schnitten durch die Rauchgasfahne sind nur mit abgespeicherter vertikaler Verteilung möglich.
Ausbreitungsrechnungen nach
Werden geringere Inversionsschichthöhen gewählt, so wird der Anstieg der Abgasfahne auf diese Höhe begrenzt. Wenn die Schornsteinbauhöhe die Inversionsschicht übersteigt wird die Abgasfahnenachse in Höhe der Sperrschicht bleiben.
Für den Zusammenhang zwischen dem vertikalen Windprofil und einer Geschwindigkeitsklasse ist die Kenntnis der Anemometerhöhe (im seltenen Fällen von 10 m abweichend) erforderlich.
Für sehr niedrige Quellen definiert VDI 3782 eine konstante
Windgeschwindigkeit ab einer Höhe von
Siehe Formular Daten des Rechenmodells
Es wird die Möglichkeit zur Verfügung gestellt,
Überhöhungen für über einen Kühlturm abgeleitete
Abgase nach
P&K 3782 ruft während der Konzentrationsfeldberechnung das externe Programm VDISP bei Bedarf auf, wobei die Parameter in VDIIN.DAT vorher gesetzt werden.
Für die Ausbreitungsparameter der Ausbreitungsrechnung wird im
Falle der Kühlturmausbreitung eine Anfangsstreuung gemäß
Ein Formular zur Beschreibung der Kühlturmfahne fragt folgende Daten ab:
Siehe Formular Kühlturmparameter
(ist nur verfügbar wenn die Option gekauft wurde und sie
im Formular Parameter des Modells eingeschaltet wurde.)
In der Programmoption "Experte" können die Fahnenstreuungen (sigmay,sigmaz) und das Windprofil (m(z)) abweichend von den Richtlinien definiert werden.
Beispiele für den Einsatz dieser Möglichkeit sind:
Das Eingabeformular für die alternativen Ausbreitungsparameter stellt eine Tabelle mit Spalten für die Ausbreitungsklassen und jeweils einer Zeile für die Parameter bereit. Daraus werden sigmay=sigmay0+F*xf und sigmaz=sigmaz0+G*xg ermittelt. Die Höhenabhängigkeit der Streuung entfällt dann.
Das
| I | II | III/1 | III/2 | IV | V | ||
| m | Exponent des Windprofils | 0.09 | 0.20 | 0.22 | 0.28 | 0.37 | 0.42 |
| sigmay0 | horizontale Anfangsstreuung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| sigmaz0 | vertikale Anfangsstreuung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| F | Koeffizient der horizontalen Streuung | 1.294 | 0.801 | 0.640 | 0.659 | 0.876 | 1.503 |
| f | Exponent der horizontalen Streuung | 0.718 | 0.754 | 0.784 | 0.807 | 0.823 | 0.833 |
| G | Koeffizient der vertikalen Streuung | 0.241 | 0.264 | 0.215 | 0.165 | 0.127 | 0.151 |
| g | Exponent der vertikalen Streuung | 0.662 | 0.774 | 0.885 | 0.996 | 1.108 | 1.219 |
Siehe Formular Alternative Streuparameter
Es werden je nach dem gewählten Modell
Abgasfahnenüberhöhungen nach
Zur Anpassung der Berechnung nach
Beim Vorliegen einer Wärmeemission (Abgastemperatur über 10°C) wird nur der thermische Auftrieb berechnet. Nur bei kalten Quellen ist der mechanische Auftrieb unter Berücksichtigung des Schornsteindurchmessers für die Abgasfahnenüberhöhung verantwortlich.
Bei Linien- und Flächenquellen bezieht sich die Angabe der Wärmeemission auf die gesamte Quelle.
Die Bauhöhe eines Schornsteins oder die Höhe einer anderen Quelle über Grund darf 250 m (Sperrschichthöhe für die Ausbreitungsklassen I und II) nicht überschreiten.
Die Schrittweite - und damit auch die Rechengeschwindigkeit bei der Ermittlung des Konzentrationsfeldes ist von der Quellhöhe abhängig. Niedrige Quellen erfordern wegen der hohen Bodenkonzentration in Quellnähe und der damit verbundenen Depositionen kleine Rechenschritte.
Der Durchmesser eines Schornsteins bestimmt bei gegebenem Volumenstrom
nach
Temperatur und Volumenstrom der Abgase bestimmen die Wärmeemission und damit den thermischen Auftrieb der Abgase. Die Umgebungstemperatur von 10°C darf nicht unterschritten werden. Der Volumenstrom ist im Normzustand anzugeben.
Die Konzentrationsfeldberechnung legt Informationen zu Abgasfahnen mit der eingegebenen Länge ab. Bei der Durchführung von Kenngrößenberechnungen dürfen die Abstände zwischen Aufpunkten und Quellen diese Entfernung nicht überschreiten.
Die Richtlinie
Siehe Formular Daten zu Quelle und Stoff
Die Sedimentation läßt die Abgasfahnen von Stäuben und
Aerosolen mit der Entfernung absinken. Für kugelförmige Aerosole
liefert die Richtlinie
Die Deposition beschreibt den Grad der Ablagerung von Abgaskomponenten
am Boden. Sie ist stark von Stoff- und Bodeneigenschaften abhängig.
Für eine Auswahl von Stoffen und Bodenbeschaffenheiten gibt die Richtlinie
Den Korngrößenklassen der TA Luft sind für die
Staubdeposition folgende Geschwindigkeiten zugeordnet:
| Klasse | Depositionsgeschwindigkeit [m/s] |
| 1 | 0.001 |
| 2 | 0.01 |
| 3 | 0.05 |
| 4 | 0.1 |
Die
Für jede Windgeschwindigkeitsklasse und jede Ausbreitungsklasse wird der Konzentrationsverlauf in hinreichend kleinen Schritten über die relevante Entfernung berechnet.
Die höchstens zulässige Schrittweite ist von den Genauigkeitsanforderungen im Rechenergebnis und vom Verhalten modellinterner Größen abhängig. So muß die Schrittweite bei niedrigen Quellen reduziert werden, um der erheblichen Deposition in unmittelbarer Quellumgebung Rechnung tragen zu können.
Vor dem Start der Berechnung wird geprüft, ob ausreichend freier Platz zur Speicherung der Rechenergebnisse zur Verfügung steht. Ist dies nicht der Fall, kann folgendes Abhilfe schaffen:
Zur Analyse der Ausbreitungssituationen und zur Erläuterung von Immissionsberechnungen können Konzentrationsverläufe in Rauchgasfahnen für einzelne Ausbreitungsepisoden auf Display und Drucker grafisch dargestellt werden. Ein Eingabeformular erlaubt die Parametrierung dieser Funktionen und die Auswahl der Grafik.
Siehe Formular Grafikeinstellungen
Folgende Typen grafischer Darstellung der Abgasfahne werden angeboten:
Der Depletionsfaktor g(x,z) beschreibt den Term der Fahnengleichung, der nicht von y abhängig ist (er hat keine unmittelbare physikalische Bedeutung):
c(x,y,z):=c0*f(y)*g(x,z);
Liegt ein Konzentrationsfeld mit Vertikalverteilung vor, sind zusätzlich die Fahnenschnitte aufrufbar:
Die Konzentrationsangaben beziehen sich auf einen normierten Schadstoffstrom von 1 kg/h.
Die farbige Darstellung der Konzentrationswerte erwartet Angaben für Werteschwellen. Im Formular werden aus dem Wertebereich (Ordinate) und der Anzahl der Schwellen entsprechend viele äquidistante Schwellenwerte berechnet. Diese Vorgabe kann aber überschrieben werden. Ist "Ordinate bis" nicht größer als "Ordinate von", wird die Skalierung automatisch ermittelt.
Siehe Formular Konfiguration der Farbskala
Die Fahnendarstellungen:
können auf einzelne Ausbreitungsklassen und/oder Windgeschwindigkeitsklassen beschränkt werden. Die Einstellung 'alle' veranlaßt die Berücksichtigung aller Klassen.
Abhängig vom gewählten Fahnentyp wird die Grafik mit Hilfe der
Formularfelder für den Entfernungs- und Höhenbereich parametriert:
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Für Detailuntersuchungen ist die Beschränkung der Darstellung auf einen interessanten Bereich möglich. Ist der Anfangswert größer/gleich dem Endwert, wird eine automatische Skalierung vorgenommen.
Abweichend hiervon bedeutet im Grafiktyp:
"Entfernung von" der Abstand des Schnittes von der Quelle und "Entfernung bis" die Ausdehnung des Schnittes senkrecht zur Fahnenachse.
Bei der Darstellung eines vertikalen Schnittes (bei den Typen):
ist unter "Höhe von" und "Höhe bis" der gewünschte Höhenbereich einzutragen. Ist der untere Wert größer/gleich dem oberen Wert, wird eine automatische Skalierung vorgenommen.
Für die Grafiktypen
können bei vorhandener vertikaler Verteilung Kurven für eine beliebige Höhe über dem Erdboden dargestellt werden. Ohne vertikale Verteilung sind nur die Daten im Aufpunktniveau verfügbar.
Bei der Darstellung des horizontalen Schnittes (Typ)
ist unter "Höhe von" die Schnitthöhe und unter "Höhe bis" die Ausdehnung senkrecht zur Fahnenachse (Y-Richtung) eingetragen.
Aus Zeitgründen werden die grafischen Darstellungen nicht mit der vollen Auflösung des Displays aufgebaut, sondern mit einer um einen Faktor geringeren Grafikauflösung.
In der Grafik kann mit <PageUp> und <PageDown> zwischen den
Grafiktypen und mit den Cursorsteuertasten zwischen den Wind- und
Ausbreitungsklassen geblättert werden.
Siehe Formular Fahnendarstellungen
(nur verfügbar wenn ein Konzentrationsfeld zu den
aktuellen Daten berechnet wurde)
Sind Konzentrationsfelder berechnet, können Immissionen durch Überlagerung der Fahnen nach Maßgabe einer oder mehrerer Ausbreitungsklassenstatistiken berechnet werden. Erst in diesem Arbeitsschritt wird die Lage von Quelle und Aufpunkt sowie die Ausdehnung der Quelle berücksichtigt. So können z.B. für verschiedene Straßen die gleichen Konzentrationsfelder benutzt werden, soweit die Quelldaten bis auf den Emissionsmassenstrom identisch sind.
Aus diesem Grunde werden die Eingabedaten der Kenngrößenberechnung unabhängig von denen der Konzentrationsfelder mit dem Untermenüpunkt "Stat.Eing." verwaltet.
Die Daten werden in Formulare und Tabellen eingetragen und für den
späteren Zugriff in einer Reihe von Dateien gespeichert, die alle als
Dateinamen einen gemeinsamen Anwendungs- oder Projektnamen und unterschiedliche
Extension erhalten.
Ein Parameterformular nimmt alle nicht tabellarischen Daten auf, die in einer Datei mit der Extension EIN gespeichert sind. Ein zweizeiliger Text wird zur näheren Erläuterung der Rechnung in das Ergebnisprotokoll übernommen.
Beide Modelle
Die Kenngrößenberechnung kann bezüglich Ausbreitungs-, Windrichtungs- und/oder Windgeschwindigkeitsklasse eingeschränkt werden. Die eingeschränkte Rechnung liefert Ergebnisse, die zu erwarten wären, wenn diese Bedingungen über die gesamte Zeit anhalten würden. Die Definition der Klassen ist in der Ausbreitungsklassenstatistik dieser Dokumentation beschrieben.
Für die Berechnung des Kurzzeitperzentils kann ein von den üblichen 98 % abweichender Wert gesetzt werden.
Siehe Formular Parameter der
Kenngrößenberechnung
Die Richtlinie
Zur statistischen Quantifizierung der Auswaschung ist die Bereitstellung einer entsprechenden AKS (in der Tabelle Ausbreitungssituationen) erforderlich.
Zusätzlich ist ein aus den Stoffeigenschaften abgeleiteter Auswaschkoeffizient nötig, der nach Ausbreitungsklasse differenziert angegeben werden kann.
Die Auswaschung wird auch bei Rechnungen nach dem TA Luft Modell berücksichtigt, obwohl sie im Rahmen dieses Modells nicht definiert ist.
Die Definition einer Reaktionskonstanten (der Kehrwert der Lebensdauer)
für den Abbau eines Schadstoffes ist zu jeder Ausbreitungsklasse
möglich. Berücksichtigt werden hierbei Reaktionen
Der Stoffabbau wird bei Rechnungen nach dem TA Luft Modell
berücksichtigt, obwohl er im Rahmen dieses Modells nicht definiert ist
.
Kenngrößen können für einzelne Aufpunkte oder gemeinsam für ein Kollektiv von Aufpunkten berechnet werden. In einem Untermenü sind die Funktionen zum Erzeugen und zum Verändern der Aufpunktdaten zusammengefaßt.
Die Definition des Aufpunktfeldes umfaßt eine Datei für die Koordinaten der Aufpunkte und zwei weitere für die Kollektive und Vorbelastungen. Es sind ASCII-Dateien die mit dem integrierten Tabelleneditor aufgelistet und verändert werden und auch leicht außerhalb des Programmes erzeugt werden können.
Die Aufpunktdatei hat die Extension AMA und folgenden zeilenweisen Aufbau:
Siehe Formular Liste der Aufpunkte
Die Datei der Vorbelastung hat die Extension AMV und folgenden zeilenweisen Aufbau:
Siehe Formular Liste der Vorbelastungen (nur verfügbar, wenn Kollektive existieren)
Die Datei der Kollektive hat die Extension AMK und folgenden zeilenweisen Aufbau:
Siehe Formular Liste der Kollektive (nur verfügbar, wenn Aufpunkte existieren)
Die Einträge sind formatfrei, müssen aber jeweils mit einem Leerzeichen beginnen und den Punkt als Dezimalzeichen benutzen. Die Z-Koordinate wird nur dann interpretiert, wenn das Konzentrationsfeld mit Vertikalverteilung erzeugt wurde. Ohne vertikale Verteilung wird stets das Aufpunktniveau des Konzentrationsfeldes benutzt.
Ist in der Vorbelastungsdatei mindestens einer dieser Vorbelastungswerte
ungleich Null, wird bei der Kenngrößenberechnung an die
Ergebnistabelle eine Tabelle mit jeweils Jahresmittelwert und Kurzzeitwert zu
Vorbelastung, Zusatzbelastung und Gesamtbelastung angehängt. Die
Gesamtbelastung wird entsprechend dem Nomogramm der
Zur bequemeren Handhabung wird zur Erzeugung eines kreisförmigen Aufpunktnetzes mit quadratischen Maschen und einheitlicher Aufpunkthöhe eine Programmfunktion zur Verfügung gestellt.
Dieser Generator wird über ein Formular parametriert, in das Mittelpunktkoordinaten und Radius des Gebietes, Maschenweite des Netzes, Höhe der Aufpunkte und Zahl der Aufpunkte pro Masche eingetragen werden. Nur Maschen, die vollständig in dem Gebiet liegen, werden angelegt.
Eine quadratische Fläche kann 4 Aufpunkte in den Ecken oder zusätzlich noch 5 Aufpunkte auf den Kantenmitten und im Mittelpunkt enthalten.
Für eine Kantenlänge von 500 oder 1000 m genügen diese Möglichkeiten den Anforderungen der TA Luft.
Siehe Formular Definition eines
Aufpunktnetzes
Zur bequemeren Eingabe der Quellgeometrien werden unter dem Menüpunkt "Quellen" drei verschiedene Tabellen für Punkt- Linien- und Flächenquellen angeboten, die über den Tabelleneditor veränderbar sind und in jeweils eine ASCII-Datei eingetragen werden. Diese Tabellen können auch außerhalb des Programmes erzeugt werden, sie müssen folgenden zeilenweisen Aufbau haben:
Welche Konzentrationsfelder mit welcher Quelle zu verbinden und damit zu berechnen sind, kann am einfachsten ermittelt werden, indem für jede Kombination von Quelle und Situation überlegt wird, ob diese sich von einer anderen in den Konzentrationsfeld-Parameter unterscheidet. Wenn kein Unterschied besteht, kann das gleiche Konzentrationsfeld benutzt werden.
Punktquellen (Dateiextension AMP):
Linienquellen (Dateiextension AML):
Flächenquellen (Dateiextension AMF):
Alle numerischen Einträge sind formatfrei, müssen mit einem Leerzeichen beginnen und den Punkt als Dezimalzeichen benutzen.
Linien und Flächenquellen werden entsprechend der Vorschrift im
Anhang 2 der Richtlinie
Siehe Formulare
Zur Berücksichtigung sich zeitlich verändernder Ausbreitungssituationen sind diese mit ihren Zeitanteilen zu definieren. Die Summe der Zeitanteile wird automatisch auf 100% normiert. Es muß also mindesten eine Situation definiert werden.
Im Folgenden seien einige Anwendungen für mehrere Ausbreitungssituationen skizziert:
Vom Wetterdienst sind für solche Anforderungen Sätze von Ausbreitungsklassenstatistiken erhältlich, die vom Programm verarbeitet werden können.Die zeitlich variable Quelle ist dazu in eine Serie von Quellen konstanten Massenstroms aufzuteilen und jedem Abschnitt ist eine Ausbreitungssituation zuzuordnen.
Der Jahresgang der Emission und der Ausbreitung ist auch zur Bestimmung von Kurzzeitwerten der Deposition (höchster Monatswert) erforderlich.
Ist keine Ausbreitungsklassenstatistik ausgewählt (das Wort "Null"
im Dateinamen), wird an allen Plätzen der Statistik der Wert eins
eingesetzt. Dies ermöglicht die Ermittlung von Immissionskonzentrationen
für Einzelepisoden. Mindestens eine Situation muß definiert sein.
Für nähere Einzelheiten und Beispiele, siehe Formular
Liste der Situationen, Grafik der Situationen
Im Rahmen der Kenngrößenberechnung wird für die unter dem Menüpunkt "Stat.Eing" spezifizierte Anwendung eine vollständige Rechnung durchgeführt, deren Ergebnisse in Form von Tabellen in ein Protokoll geschrieben werden. Dieses Protokoll ist der Dateneingang für die grafischen Abbildungen der Ergebnisse und dem Exportprogramm.
Vor dem Start einer zeitaufwendigen Gesamtrechnung (insbesondere im Rahmen der Stapelverarbeitung) können die Eingaben mit der Funktion "Prüfung" auf Plausibilität überprüft werden. Eine weitere sinnvolle Kontrolle kann der verfügbare Lageplan sein.
Das Ergebnis der Rechnung wird zusammen mit den relevanten Eingabedaten
als ASCII-Text mit der Dateiextension AMO gespeichert und kann mit einem
Editor eingesehen werden. Die Berechnung der Kenngrößen erfordert
(bei einem Pentium III Prozessor mit 300 MHz getaktet unter Windows-NT 4) bei
Anwendung der vollen Ausbreitungsklassenstatistik und 2°-Windsektoren im TA
Luft Modell etwa 0,75 und im
Die Rechengeschwindigkeit kann mit den Cache-Einstellungen optimiert werden.
Linien- und Flächenquellen werden für nahe Aufpunkte in mehrere Quellenelemente zerlegt, wodurch sich die Rechenzeit erheblich erhöht. Desgleichen geht die Zahl der Ausbreitungssituationen als Faktor in die Rechenzeit ein. Bei Rechnung mit 10°-Windsektoren reduziert sich die Rechenzeit um den Faktor 5.
Die Konzentrationsverteilungen für die einzelnen Aufpunkte werden -
solange erforderlich - auf der Festplatte zwischengespeichert und stehen
für nachfolgende Kollektive mit den selben Aufpunkten zur Verfügung.
Das Ergebnisprotokoll umfaßt neben den relevanten Eingabedaten der Berechnung folgende Ergebnistabellen:
Wurde die Rechnung auf bestimmte Windgeschwindigkeiten oder
Ausbreitungsklassen beschränkt, geben die Kenngrößen den Wert
an, der zu erwarten wäre, wenn die reduzierte Statistik sich über das
ganze Jahr erstrecken würde.
Wenn mit mehreren Ausbreitungssituationen gerechnet wurde, enthält das Ergebnisprotokoll eine Auflistung der für die einzelnen Situationen ermittelten Kenngrößen für das Aufpunktkollektiv mit dem höchsten Wert. Diese Tabelle ist in Form eines Histogrammes darstellbar. Am Fuß jedes Histogrammbalkens ist die Nummer des Kollektivs eingetragen, das den Maximalwert geliefert hat.
Siehe Formular Parameter zur
Situationengrafik, Grafik der Situationen
Die Kenngrößen der Ergebnistabelle werden auf Display grafisch ausgegeben. Dargestellt werden Mittelwert, Kurzzeitwert und Deposition der Zusatzbelastung in dem Aufpunktgebiet. Wurde mit Vorbelastung gerechnet, so werden entsprechende Grafiken auch für Vor- und Gesamtbelastung angeboten. Das Rechenergebnis umfaßt für jedes Aufpunktkollektiv jeweils einen Wert für die Zusatzbelastungen der Konzentration von:
für die Zusatzbelastungen der Deposition von:
wenn Vorbelastungen berücksichtigt wurden sowohl für die Konzentration als auch für die Deposition:
Die Spalten der Ergebnistabelle im Protokoll werden wahlweise
auf dem Display dargestellt.
Zur Einstellung des Grafikausschnittes stehen Formulare zur Achsenskalierung zur Verfügung. Zusätzlich wird der Grafiktitel (aus dem Formular zur Parameter der Kenngrößenausgabe) in die Grafik übernommen. Über "Datei /drucken" kann die Grafik auf einem Drucker ausgegeben werden
Parameter der Ergebnisgrafik
Die Farbflächen- und Isoliniendarstellung erwarten Angaben für Werteschwellen. Im Formular Konfiguration der Farbskala werden aus dem Schwellenbereich und der Anzahl Schwellen entsprechend viele äquidistante Schwellenwerte berechnet. Diese Vorgabe kann überschrieben werden.
Im Formular "Parameter der Kenngrößenausgabe" kann der Grafiktyp und eventuell eine Spalte aus der Ergebnistabelle zur Darstellung ausgewählt werden.
In der grafischen Ausgabe der Ergebnisse können die Symbole, Nummern und Farben der geometrischen Elemente (Kreise für Quellen, Kreuze für Aufpunkte etc.) geschaltet werden.
Siehe Formular Parameter der Kenngrößenausgabe
Lageplan
Aus den Angaben im Ergebnisprotokoll stellt der Lageplan die Plazierung der Quellen, Aufpunkte etc. auf dem Bildschirm dar. Die Objekte werden in wählbaren Farben gezeichnet. Schaltbar ist darüber hinaus die zusätzliche Ausgabe der Symbole und Nummern der geometrischen Elemente.
Siehe Formular Parameter zur Lageplanausgabe
Numerische Darstellung
Eine Spalte der Ergebnistabelle wird auf dem Bildschirm in Form von plazierten numerischen Angaben ausgegeben. Für eine große Anzahl von Aufpunkten ist dies nur in einem Ausschnitt des Gebietes sinnvoll. Lesbare Zahlen lassen sich mit dem Anzeigefaktor und der Anzahl der Dezimalstellen erzeugen. Der Faktor wird mit in den Titel übernommen.
Siehe Formular Konfiguration der Farbskala
Farbflächendarstellung
Siehe Beispiel I2z
Um jede Beurteilungsfläche herum wird eine quadratische farbige Fläche angelegt, die den Ergebniswert am Aufpunkt kennzeichnet. Die jeder Farbe in der Legende zugeordnete Zahlenangabe bezeichnet die untere Grenze für das zugehörige Werteintervall, die Zahlenangabe der nachfolgenden Farbe die obere Grenze des Intervalls.
Siehe Formular Konfiguration der Farbskala
Isoliniendarstellung
Siehe Beispiel Iz max
Eine Spalte der Ergebnistabelle wird auf dem Bildschirm in Form von
Isolinien ausgegeben. Die Legende führt den zur Linienfarbe
gehörenden Zahlenwert auf.
Die Isoliniengenerierung wählt
automatisch zwischen zwei vom Aufpunktgebiet abhängigen Modi:
Siehe Formular Konfiguration der
Farbskala
Der Menüpunkt "Stapelverarbeitung" stellt Funktionen zur Verfügung, um Konzentrationsfelder und Statistiken im Stapelbetrieb zu berechnen. Die Parametrierung der Rechnungen muß vorher im Formular der Funktionen "Konz.feld" bzw. "Stat.Eing" erfolgt sein. Die in der Tabelle abgelegten Aufträge werden nacheinander ausgeführt. Tritt dabei ein Fehler auf, wird die Bearbeitung mit einer Fehlermeldung abgebrochen.
Siehe Formular Batchaufträge
(nur verfügbar, wenn ein Datenverzeichnis durch Auswahl
eines Konzentrationsfeldes oder einer Statistik gesetzt wurde)
Die Statistiken können vom Wetterdienst, z. B. (Deutscher Wetterdienst in Offenbach) bezogen werden, oder auch mit unserem P&K MET aus Messdaten generiert werden. Die Klug-Manier-Statistiken kommen in Form von ASCII-Dateien auf Diskette oder Magnetband.
Vom DWD sind zwei unterschiedlichen Formate erhältlich:
DWD-Format:
Sieben Ausbreitungsklassen (I bis V und unbekannt) mit jeweils 32 Geschwindkeitsklassen(1 bis 32 Knoten und größer) mit jeweils 38 Windrichtungsklassen (Kalmen, Sektor 1 bis 36 und umlaufende Winde).
TA Luft Format:
Sechs Ausbreitungsklassen (I bis V) mit jeweils neun Geschwindkeitsklassen (Klasse 1 bis 9) mit jeweils 36 Windrichtungsklassen (Sektor 1 bis 36)
In dieser Zahlenmatrix können Headerzeilen (erläuternde Textzeilen vorangestellt) sein. In der Regel sind dies im DWD-Format eine, und im TA Luft Format fünf Zeilen.
Mit dem
Bei Vorlage einer AKS im DWD-Format werden programmintern die unbekannte
Ausbreitungsklasse, die Kalmen und umlaufenden Winde entsprechend den Vorgaben
der
Außer für die Headerzeilen sind Zeilenabschlüsse nicht relevant.
Auch der Abstand zwischen den Zahlen ist beliebig.
Der Statistik liegt eine Anemometerhöhe zu Grunde, die der Datei nicht entnommen werden kann. Deshalb muß sorgfältig darauf geachtet werden, daß die zur Berechnung der Konzentrationsfelder eingesetzte Anemometerhöhe mit der der verwendeten Ausbreitungsklassenstatistik identisch ist.
Die Ausbreitungsklassen werden in
beiden Modellen
Die Windgeschwindigkeitsklassen sind abhängig vom Modell
folgendermaßen abgeleitet:
| TA Luft Klasse | DWD-Daten | VDI 3782 Klasse (Knoten) |
| 1 | <1 | 1 |
| 1 | 1 | 1 |
| 1 | 2 | 1 |
| 2 | 3 | 2 |
| 3 | 4 | 2 |
| 4 | 5 | 3 |
| 4 | 6 | 3 |
| 4 | 7 | 4 |
| 5 | 8 | 4 |
| 5 | 9 | 5 |
| 5 | 10 | 5 |
| 6 | 11 | 6 |
| 6 | 12 | 6 |
| 6 | 13 | 7 |
| 7 | 14 | 7 |
| 7 | 15 | 8 |
| 7 | 16 | 8 |
| 8 | 17 | 9 |
| 8 | 18 | 9 |
| 8 | 19 | 10 |
| 9 | 20 | 10 |
| 9 | 21 | 11 |
| 9 | 22 | 11 |
| 9 | 23 | 12 |
| 9 | 24 | 12 |
| 9 | 25 | 13 |
| 9 | 26 | 13 |
| 9 | 27 | 14 |
| 9 | 28 | 14 |
| 9 | 29 | 15 |
| 9 | 30 | 15 |
| 9 | >30 | 15 |
Die Windrichtung ist in 36 Sektoren zu je 10°, beginnend mit dem
Sektor 6° bis 15° in der Windrose (Nordwind leicht östlich) im
Uhrzeigersinn fortschreitend klassiert. Programm intern wird je nach Stellung
des Schalters "Subfahnen" mit diesen 10°-Klassen oder mit 2°
Subsektoren mit gleicher Häufigkeit gerechnet.
| Programminterne Klassen mit Subfahne |
Bereich Windrose [°] | Mitte [°] |
| 1 2 .. 43 .. 88 .. 133 .. 178 |
>5 bis 7 >7 bis 9 .. >89 bis 91 .. >179 bis 181 .. >269 bis 271 .. >359 bis 1 |
6 8 .. 90 (Ostwind) .. 180 (Südwind) .. 270 (Westwind) .. 0 (Nordwind) |
| Programminterne Klassen ohne Subfahne |
Bereich Windrose [°] | Mitte [°] |
| 1 2 .. 9 .. 18 .. 27 .. 36 |
>5 bis 15 >15 bis 25 .. >85 bis 95 .. >175 bis 185 .. >265 bis 275 .. >355 bis 5 |
10 20 .. 90 (Ostwind) .. 180 (Südwind) .. 270 (Westwind) .. 0 (Nordwind) |
Für ausgewählte Meßstationen des DWD sind auch sogenannte vierdimensionale Statistiken erhältlich. Diese bestehen aus zwei vollständigen dreidimensionalen Statistiken: einer für die niederschlagsfreien Zeiten und einer für die Zeiten mit Niederschlägen (mit einer Intensität über 0.1mm/h).
Verfügbar sind auch Jahres- oder Tagesgänge der
Ausbreitungssituation. Dabei handelt es sich um eine Vielzahl identisch
aufgebauter Statistiken (für den Tagesgang jeweils eine für jede
Stunde des Tages und für den Jahresgang jeweils eine für jeden Monat
des Jahres) in einer Datei. Dann müssen für den Zugriff auf eine
bestimmte Statistik die vorstehenden Zeilen überlesen werden
(Headerzeilen).
Ausbreitungsklassenstatistiken die als Datei mit der Extension AKS auf der Festplatte vorliegen können mit "Datei/Öffnen" des Werkzeuges Windrose aus einer Auswahlliste ausgewählt werden. Ein beliebiger Name kann manuell eingegeben werden.
Die Daten einer Ausbreitungsklassenstatistik können grafisch oder in Form einer Tabelle unter Werkzeuge/Windrose eingesehen werden.
Für die grafische Ausgabe kann zwischen einer summarischen (die Häufigkeit aller gewählten Klassen werden aufaddiert) und einer Einzeldarstellung gewählt werden. Die Ausgabe kann auf eine Ausbreitungsklasse und/oder eine Windgeschwindigkeitsklasse beschränkt werden.
ÜberDatei /drucken kann die Grafik oder Tabelle auf einem Drucker ausgegeben werden.
Siehe Formular P&K Windrose
Dieses ist ein vielfältiges Programm, mit dem Ergebnistabellen für andere Programme zur Weiterverarbeitung exportiert werden können. Als Beispiele hierfür seien Programme wie "Surfer", "AutoCad", Tabellenkalkulationsprogramme und Textverarbeitungsprogramme genannt.
Siehe Formular P&K Export
In den Bildschirmformularen erfolgen die Eingaben in Formularfeldern. Mit den Tasten cursor rauf, cursor runter, tab und shift tab oder mit der Maus kann der Cursor über die Felder bewegt werden. cursor links und cursor rechts bewegen den Cursor zeichenweise innerhalb eines Feldes.
Reelle Zahlen können mit Punkt oder Komma oder auch als 1e-6 für 10-6 eingegeben werden. Der Fehlerton kann bei der Eingabe ignoriert werden, er wird nur als Warnung ausgelöst, weil 1e oder 1e- keine gültige Zahl ist.
Gegebenenfalls (wenn im Formular gekennzeichnet) kann eine Auswahlliste von diskreten Eingabewerten geöffnet werden.
Mit F1 wird zu einem Formularfeld oder zum ganzen Formular eine kontextbezogene Hilfe angeboten und das integrierte Handbuch zugreifbar.
Mit OK oder ABBRECHEN wird das aktuelle Formular verlassen.
Siehe auch: Calculator
Die Reihenfolge und Weite der Spalten kann durch Klick in den Spaltentitel oder zwischen Spaltentiteln und Ziehen angepaßt werden. Dieses ist insbesondere dann sinnvoll, wenn man eine vorgegebene Reihenfolge der Werte bei der Eingabe hat, weil man nur einmal TAB drücken muß, um in die nächste Spalte zu gelangen.
Die Tasten "+" und "-" sind zum Löschen und Einfügen von Datensätzen. Die Taste "Dup" dient zum duplizieren des aktuellen Datensatzes, welches nützlich ist, wenn man einen Datensatz eingeben muß, der fast genauso aussieht wie der Aktuelle. Der neue Datensatz wird an die Tabelle angehängt. Wenn eine Reihe angefügt werden soll, muß die untere graue Reihe selektiert werden bevor die Plustaste gedrückt wird.
Einzelne Felder, in denen eine Auswahl möglich ist, sind gelb gekennzeichnet. Zum Aktivieren der Auswahl klickt man einmal in die Zelle, um diese auszuwählen und ein zweites Mal, um die Auswahl zu aktivieren (kein Doppelklick).
Zwischen den einzelnen Felder kann mit den Cursor- oder Tab-Tasten gewechselt werden.
Die Bewegung des Cursors über den oberen oder unteren Rand des
Tabellenformulars hinaus läßt den dargestellten Ausschnitt um eine
Zeile nach oben oder unten rollen.
Die meisten Grafiken können gezoomt werden; dazu muß ein Rechteck von der linken oberen Ecke zur rechten unteren Ecke mit der Maus aufgespannt werden. Um den Zoom rückgängig zu machen, muß ein Rechteck von der rechten unteren zur linken oberen Ecke mit der Maus aufgespannt werden. Außerdem kann die Grafik verschoben werden; dazu zieht man die Grafik, mit der rechten Maustaste gedrückt.
Dialoge können z.T. auch über ein Klick auf die Achsen, die Legende, den Titel oder Doppelklick auf die Darstellung geöffnet werden.
Der Schalter
muß
für alle Funktionen, die durch Klicken in die Darstellung ausgelöst
werden, gedrückt sein.
Grafische Abbildungen vom Bildschirm können mit
Datei/Drucken oder dem Schalter
auf einen
Drucker ausgegeben werden.
Der Export von Grafiken kann mit
ausgeführt werden. Grafiken können auch mit
in die Zwischenablage kopiert werden.
Mit dem Edit-Schalter läßt sich ein Formular öffnen, in dem die Grafik parametriert werden kann. Funktionen zum Export oder zum kopieren sind ebenfalls in diesem Dialog enthalten.
Die in
gemachten
Änderungen werden nicht automatisch gespeichert. In einigen Grafiken ist
es trotzdem möglich Konfigurationen unter dem Datei-Menü zu
speichern und zu laden. Diese Funktion kann zu ungewollten Ergebnissen
führen, weil die Konfigurationsdatei nicht unbedingt zu den aktuellen
Daten paßt. In der aktuellen Darstellung nicht benutzte Serien, die nicht
automatisch gelöscht werden, können abgeschaltet werden. Die Daten
werden in sogenannten Serien verwaltet. Die Konfiguration kann mit und ohne
Daten gesichert werden. Meist werden die Daten vom Programm durch die aktuellen
ersetzt, dennoch kann es auch mal wichtig sein die Daten mitzusichern.
Änderungen oder Einstellungen in anderen Formularen und der Daten können Modifikationen in Setup übeschreiben!
Es wird empfohlen, den Grafiktyp auf die zu ladende Konfiguration voreinzustellen.
Mit dem Schalter MAX in der Werkzeugleiste können die Skaleneinstellungen auf die Maximalwerte gesetzt werden.
Der Schalter ISO stellt die Grafik isometrisch dar. Dieses muß nach Größenveränderung der Grafik wiederholt werden.
In einigen Grafiken kann mit den Cursortasten <auf> und <ab>
die Ausbreitungsklasse verändert werden, mit <rechts> und
<links> die Windgeschwindigkeitsklasse. Mit <Page up> und <Page
down> verändert man den Grafiktyp.
Kompatibilität zur Vorgängerversion
Das Programm
kann die Dateien von Vorgängerversionen lesen; letztere können mit
diesem Programm erzeugte Dateien nur teilweise verarbeiten. Einstellungen
für Grafikausgaben müssen z. T. neu eingegeben werden.
Gesperrte Menüs
Falls die Tabellen ungeordnet, d. h.,
nicht in logischer Reihenfolge eingegeben werden sollen, kann in der Datei
P&K.ini, welche im Programmverzeichnis dieses Programmes vorhanden ist, ein
Eintrag "OldMenuEnable=TRUE" eingefügt werden.
Hinweise
Falls die sog. Hints zu schnell verschwinden, kann
in der Datei P&K.ini (im Programmverzeichnis) ein Wert für
"HintHidePause" gesetzt werden, z. B. HintHidePause=2500, bedeutet, der Hint
bleibt für 2,5 Sekunden sichtbar, wenn diese nicht durch andere Aktionen
beendet wurde.
Falls einem das Labelformat nicht zusagt, kann ein anderes Labelformat
in der Datei p&k.ini definiert werden. Die Datei befindet sich im
Programmverzeichnis. Die Zeile "AxisValuesFormat=0.######" bedeutet, daß
der Punkt als Dezimalzeichen gezeigt wird, führende Nullen und Maximal 6
Nachkommstellen. Die Zeile "AxisValuesFormat=#,###.###" produziert ein Komma,
wenn der Wert 1000 überschreitet, keine führenden Nullen und maximal
3 Nachkommstellen. Die Anführungsstriche sind nicht mit
einzutragen.
| Konz.feld | Konzentrationsfeld |
| Stat. Eing. | Statistische Eingaben |
| Stat.Rech. | Statistische Rechnung |
| Stat.Erge. | Statistische Ergebnisse |
| EIN | Extension für Datei statistische Parameter |
| AKS | Ausbreitungsklassenstatistik oder Extension für Dateien die diese Daten enthalten |
| I1 | Abkürzung für Langzeitwert (Durchschnitt) |
| I2 | Abkürzung für Kurzzeitwert |
| VDI | Verein Deutscher Ingenieure |
| TA Luft | Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft |
| DWD | Deutscher Wetterdienst |