P&K 3950

Programmbeschreibung

Regressionsrechnung


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Übersicht
1.2 Installation
1.3 Dateien
1.4 Integrierte Hilfe und Handbuch
1.5 Bedienung innerhalb der Formulare
1.6 Bedienung innerhalb der Tabellen
1.7 Bedienung innerhalb der Grafiken

2. Meßwerte

2.1 Meßwertdatei
2.2 Meßwertformular
2.3 Meßwerttabellenausgabe
2.4 Symbole zur Kategorisierung

3.Ausreißertest

4.Regressionsrechnung

4.1 Analysefunktion und Signifikanztest
4.2 Vertrauens- und Toleranzbereich
4.3 Werteabfrage
4.4 Zusätzliche Meßdatenregression
4.5 Kenngrößen des Meßsystems
4.6 Protokoll
4.7 Gestaltung der Ausgaben

5. Ausgaben, Report
6. Problembehebung und Kompatibilität

Anhang

Siehe Dokumentenliste


1. Einführung

1.1 Übersicht

Mit P&K 3950 bieten wir Ihnen ein PC-Programm zur Durchführung von Regressionsrechnungen nach VDI 3950 Blatt 1 zur Kalibrierung automatischer Emissionsmeßeinrichtungen (1994-07).

Hierbei sind Regressionen für lineare, quadratische, logarithmische und exponentielle Funktionen möglich.

Ein von der Regression unabhängiger Ausreißertest - nach Grubbs / Richtlinie VDI 2449 - ist integriert.

Parameter - wie die statistische Sicherheit - sind variierbar, wodurch auch Berechnungen nach der Richtlinie VDI 2066 (Staubmessungen) möglich sind.

Bis zu 200 Meßwerte können einzeln zugeschaltet und kommentiert werden. Eine zweispaltige numerische ASCII-Tabelle kann, mit der Extension .rgt versehen, im Datenpfad vorgelegt werden. Die so erzeugte Datei kann im Formular ausgewählt werden. Sie wird dann importiert und überschrieben.

Wie in der Richtlinie beschrieben, wird - bei der Auswahl der Regressionsformel y'=f(x) - geprüft, ob der quadratische Ansatz signifikant besser als der Ansatz ersten Grades ist.

Die vom Programm ermittelten Koeffizienten können durch eigene ersetzt werden. Anhand eigener Koeffizienten kann z.B. eine Zahlenrundung oder physikalische Abhängigkeit überprüft werden. Alle Kennwerte werden hierbei aus den Benutzerkoeffizienten abgeleitet. Wahlweise kann die vom Programm ermittelte Funktion zusätzlich eingeblendet werden.

In einem Abfrageblock können charakteristische Größen auf den Kurven abgerufen werden.


1.2 Installation

Zur Programminstallation ist das Setup-Programm auszuführen. Nach der Installation kann die Sprache unter dem Menü "Optionen" geändert werden.

Das Programm wird mit dem Aufruf rgw.exe gestartet. Zur Vereinfachung wurde bei der Installation eine Verknüpfung in einer benutzerdefinierten Programmgruppe erzeugt.


1.3 Dateien

Zur Speicherung aller Parametereinstellungen eines Projektes oder einer Anwendung werden jeweils Sätze von Dateien mit gleichem Namen und unterschiedlicher Extension angelegt.

Der Dateienverwalter stellt Funktionen für alle notwendigen Handhabungen der Dateien zur Verfügung:

Neu Erzeugt ein neues Projekt mit dem Namen NONAME in das neue Daten eingegeben werden können. Dieses kann später als neues Projekt gesichert werden (Datei / Sichern Als).
Öffnen In dem erscheinenden Formular können Projekte oder individuelle Daten- und Parameterdateien geöffnet werden. Daten- und Parameterdateien verschiedener Projekte können kombiniert werden. Diese ist besonders hilfreich, weil ein Parametersatz (als Schablone) für verschiedene Messungen benutzt werden kann.
Sichern Sichert alle Dateien eines Projektes ohne vor dem Überschreiben zu warnen.
Sichern Als Sichert alle Dateien eines Projektes, wobei der Name des Zielprojektes gewählt oder eingegeben werden kann. Wenn eine dieser Dateien existiert, wird gefragt, ob diese überschrieben werden soll.
Löschen Löscht alle Dateien eines Projektes. Das Projekt kann in einem Formular gewählt werden.
Kopieren Kopiert alle Dateien eines Projektes. Der Name des Quell- und Zielprojektes kann gewählt oder eingegeben werden.

Zu jeder Anwendung wird mit dem Datei-Menü ein Satz von Dateien mit unterschiedlicher Extension und gleichem Namen (dem Projektnamen) im aktuellen Datenpfad angelegt und verwaltet:

*:RGW Project file (NEW)
*.RGT Messwertedatei
*.RGP Parameterdatei

Diese RGT und RGP-Dateien sind einfache Textdateien im ASCII-Format (keine Multibytes Zeichen), deren Aufbau in den nachfolgenden Abschnitten dieses Dokumentes näher beschrieben wird.

Für einen einfachen Einstieg in das Programm sind Beispeildateien im Programmverzeichnis enthalten. Das Programm ist programmiert die Verzeichnisse Sample(s) und/oder Beispiel(e) zu Beginn beim Öffnen zu zeigen. Diese Funktion funktioniert nicht auf allen Windows-Versionen. In solch einem Fall muß das Programmverzeichnis (z.B. c:\Programme\P&K\....) manuell angesteuert werden.


1.4 Integrierte Hilfe und Handbuch

In P&K 3950 ist eine kontextbezogene Hilfe integriert, die aus jedem Punkt des Formulares heraus mit der Funktionstaste <F1> aufrufbar ist. In den Hilfetexten sind gegebenenfalls - farblich abgehoben - Querverweise eingestreut, die durch einem Mausklick aufgerufen werden können.


1.5 Bedienung innerhalb der Formulare

In den Bildschirmformularen erfolgen die Eingaben in Formularfeldern. Mit den Tasten Cursor rauf, Cursor runter, Tab und Shift Tab oder mit der Maus kann der Cursor über die Felder bewegt werden. Cursor links und Cursor rechts bewegen den Cursor zeichenweise innerhalb eines Feldes.

Reelle Zahlen können mit Punkt oder Komma oder auch als 1e-6 für 10-6 eingegeben werden. Der Fehlerton kann bei der Eingabe ignoriert werden, er wird nur als Warnung ausgelöst, weil 1e oder 1e- keine gültige Zahl ist.

Gegebenenfalls (wenn im Formular gekennzeichnet) kann eine Auswahlliste von diskreten Eingabewerten geöffnet werden.

Mit F1 wird zu einem Formularfeld oder zum ganzen Formular eine kontextbezogene Hilfe angeboten und das integrierte Handbuch zugreifbar.

Mit OK oder ABBRECHEN wird das aktuelle Formular verlassen.

Siehe auch: Calculator

Verfügbare (Nichtstandard) Formulare:


1.6 Bedienung innerhalb der Tabellen

Die Reihenfolge und Weite der Spalten kann durch Klick in den Spaltentitel oder zwischen Spaltentiteln und Ziehen angepaßt werden. Dieses ist insbesondere dann sinnvoll, wenn man eine vorgegebene Reihenfolge der Werte bei der Eingabe hat, weil man nur einmal TAB drücken muß, um in die nächste Spalte zu gelangen.

Wenn die Daten in den Spalten zu weit sind, werden im Spaltentitel die Symbole in Klammern (z.B. Temperatur (T0) ) verdeckt, sie können aber durch verbreitern der Spalte sichtbar gemacht werden.

Die Tasten "+" und "-" sind zum Löschen und Einfügen von Datensätzen. Die Taste "Dup" dient zum duplizieren des aktuellen Datensatzes, welches nützlich ist, wenn man einen Datensatz eingeben muß, der fast genauso aussieht wie der Aktuelle. Der neue Datensatz wird an die Tabelle angehängt. Wenn eine Reihe angefügt werden soll, muß die untere graue Reihe selektiert werden bevor die Plustaste gedrückt wird.

Einzelne Felder, in denen eine Auswahl möglich ist, sind (blass) gelb gekennzeichnet. Zum Aktivieren der Auswahl klickt man einmal in die Zelle, um diese auszuwählen und ein zweites Mal, um die Auswahl zu aktivieren (kein Doppelklick).

Zwischen den einzelnen Feldern kann mit den Cursor- oder Tab-Tasten gewechselt werden.

Die Bewegung des Cursors über den oberen oder unteren Rand des Tabellenformulars hinaus läßt den dargestellten Ausschnitt um eine Zeile nach oben oder unten rollen.

Einige Tabellen können sortiert werden. Mit einem Klick der rechten Maustaste in die maßgebliche Spalte wird ein Pull-Down Menü geöffnet und es kann Sortiere aufsteigend oder Sortiere absteigend gewählt werden.

In einigen Tabellen kann ein Reihen-Editor aufgerufen werden. Der Reihen-Editor stellt nur einen Datensatz zur Eingabe bereit und kann mehr oder weniger Funktionen bieten als der Tabellendialog.

Einzelne Spalten können evtl. über das Popup-Menü importiert werden. Aus der zu wählenden Datei werden die Werte gelesen und ab der Position, von der aus der Dialog aufgerufen wurde, überschrieben. Es wird ein Wert pro Zeile pro Zeile aus einer ASCII-Datei (auch CSV) gelesen.

In einigen Tabellen kann gesucht werden. Siehe Suchen in Tabelle.

Siehe auch: Calculator und Spaltenwerte modifizieren.

Filterung

In vielen Tabellen kann die Ansicht gefiltert werden. Man kann die Ansicht z.B. auf eine Kategorie einschränken und damit übersichtlicher gestalten. Die gefilterte Spalte wird nicht im Datengitter gezeigt. Das Filter kann auf alle Spalten angewendet werden, es sei denn die Spalte ist als eindeutig deklariert. Neu eingegebene Reihen werden dann auf den gefilterten Kategorie-Wert gesetzt. Es wird auf Textbasis gefiltert, d.h. 1.0 ist nicht gleich 1. Die Filterung kann durch Wechsel der Spalte oder verlassen des Formulars ausgeschaltet werden.

Die Filterung verändert die Reihenfolge der Zeilen. Es können nur Spalten gewählt werden, die nicht als eindeutig deklariert sind.. Einige Tabellen können sortiert werden (Klick der rechten Maustaste in die betreffende Spalte).

Filter können z.T. beim Import / Export aktiv sein.

Tabellenimport und Export

In den meisten Tabellen können Daten importiert oder exportiert werden. In der Werkzeugleiste sind Schalter für die hierfür notwendigen Funktionen enthalten. Die Reihenfolge der Spalten und welche Spalten benutzt werden, ist von der aktuellen Spaltenreihenfolge und der aktuellen Filtereinstellung abhängig. Über einen Schalter in der Werkzeugleiste kann ein Formular aufgerufen werden, welches über die aktuellen Einstellungen Auskunft gibt.

Einzelne Spalten können über das Popup-Menü importiert werden. Aus der zu wählenden Datei werden die Werte gelesen und ab der Position, von der aus der Dialog aufgerufen wurde, überschrieben. Es wird ein Wert pro Zeile pro Zeile aus einer ASCII-Datei (auch CSV) gelesen.

Für Import und Export zur Verfügung stehende Formate

CSV Spalten sind durch Komma getrennt (Comma Separated Values). Wenn ein Text Komma enthält. muß er in " " geschrieben werden. Dezimalzeichen ist der Punkt. Zahlenwerte können optional den Exponenten enthalten (z.B.: 6.3E-9), jedoch kein Tausendertrennzeichen.
TXT Spalten sind durch Leerzeichen getrennt. Wenn ein Text Leerzeichen enthält. muß er in ' ' geschrieben werden. Dezimalzeichen ist der Punkt. Zahlenwerte können optional den Exponenten enthalten (z.B.: 6.3E-9), jedoch kein Tausendertrennzeichen.
Aktuelle Projekt Erweiterung Aus Projektdateien können einzelne Tabellen geladen werden. Die geladene Tabelle muß logisch mit dem Projekt zusammen passen.
Beim Export wird eine neue Projektdatei angelegt, die aber nur die exportierte Tabelle enthält.
* Bei Auswahl von [Mit Optionen (*.*)] wird das Formular Tabellen-Import-Optionen geöffnet, in dem weitere Parameter gesetzt werden können.

Die Formate können in den entsprechenden Dialogen unter dem Dateityp gewählt werden. Die Filterfunktion wird für andere Formate als CSV, TXT und * abgeschaltet!

Vorschau

Die Tabellen können mit der Vorschaufunktion ansprechend als HTML-Datei eingesehen werden. Siehe hier zu Reportfunktion.

Das altuelle Projektformat ist hierin das zukünftige Projektformat!


1.7 Bedienung innerhalb der Grafiken

Dialoge können z.T. auch über ein Klick auf die Achsen, die Legende, den Titel, die Kurve oder Doppelklick auf die Darstellung geöffnet werden.

Zoomen

Die meisten Grafiken können gezoomt werden; dazu muß ein Rechteck von der linken oberen Ecke zur rechten unteren Ecke mit der Maus aufgespannt werden. Um den Zoom rückgängig zu machen, muß ein Rechteck von der rechten unteren zur linken oberen Ecke mit der Maus aufgespannt werden.

Ausschnitt verschieben

Der dargestellte Ausschnitt kann verschoben werden; dazu zieht man die Grafik, mit der rechten Maustaste gedrückt.

Zwischenablage und Exportformate

Die auf dem Bildschirm dargestellte Grafik kann über das Menü Edit in die Zwischenablage kopiert werden. Sie steht dort für den Import in andere Windows-Anwendungen zur Verfügung. Die Grafik kann in unterschiedlichen Formaten an die Zwischenablage übergeben werden:

  • Im Bitmap-Format wird die Grafik als Raster mit der Auflösung des Bildschirmes abgelegt. Dieses Format kann von nahezu allen grafikfähigen Windows-Programmen importiert werden, hat aber den Nachteil, daß die relativ geringe Auflösung erhalten bleibt und nicht an ein besseres Zielgerät angepaßt werden kann.
  • Im Metafile-Format wird die Grafik in Form von Strichbefehlen (Vektoren) gespeichert. Die Zielgeräte und -programme stellen diese dann mit der eigenen Auflösung dar. Dieses ergibt in der Regel ein besseres Ergebnis als ein Rasterimport, funktioniert dafür aber seltener.

Das zu verwendende Grafikformat wird in Layout / Konfiguration, Chart/Exportieren eingestellt.

Ist eine Grafik in einem dieser Formate in die Zwischenablage kopiert worden, so wird sie mit der Funktion "Bearbeiten" "Einfügen" ins Zielprogramm übernommen. Dabei wird der Menüpunkt "Einfügen" nur dann freigegeben, wenn das abgelegte Format importierbar ist.

Layout / Konfiguration

Die in Layout / Konfiguration gemachten Änderungen werden nicht automatisch gespeichert. In einigen Grafiken ist es trotzdem möglich Konfigurationen unter dem Datei-Menü zu speichern und zu laden. Diese Funktion kann zu ungewollten Ergebnissen führen, weil die Konfigurationsdatei nicht unbedingt zu den aktuellen Daten paßt. In der aktuellen Darstellung nicht benutzte Serien, die nicht automatisch gelöscht werden, können abgeschaltet werden. Die Daten werden in sogenannten Serien verwaltet. Die Konfiguration kann mit und ohne Daten gesichert werden. Meist werden die Daten vom Programm durch die aktuellen ersetzt, dennoch kann es auch mal wichtig sein die Daten mitzusichern.

Änderungen oder Einstellungen in anderen Formularen und der Daten können Modifikationen in Layout/Konfiguration übeschreiben!


2. Meßwerte

2.1 Meßwertdatei

Maximal 200 Meßwerte sind in einer ASCII-Datei gespeichert die mit dem integrierten Tabelleneditor aufgelistet und verändert werden können. Diese Datei kann auch leicht außerhalb des Programmes erzeugt werden.

Die Datei hat die Extension RGT und hat folgenden zeilenweisen Aufbau:

  • C1-Wert (X-, Y-Wert oder Rechenwert)
  • C2-Wert (X-, Y-Wert oder Rechenwert)
  • Code für das Symbol: 6 oder 0 für "o" als Kennzeichnung für "deaktiviert" und 1-5 für unten aufgeführte Symbole.
  • C3-Wert (X-, Y-Wert oder Rechenwert)
  • T (Temperatur)
  • P (Druck)
  • F (relative Feuchte)
  • O2-Wert
  • Ps (statischer Druck an der Meßstelle)
  • B (Erläuternder Text)
  • D (Datum)
  • t1 (Beginn der Messung)
  • t2 (Ende der Messung)
  • dt (Dauer der Messung)
  • C4, C5, C6, C7 (X-, Y-Wert oder Rechenwert)

Die Meßwerte sind formatfrei, müssen aber mit einem Leerzeichen getrennt sein. Als Dezimalzeichen ist der Punkt zu benutzen. B, D, t1 und t2 sind Textfelder die in ' gesetzt sein müssen, wenn sie Leerzeichen enthalten oder leer sind.

Die Tabelle kann auch nur aus den ersten beiden Spalten bestehen, wobei dann das Symbol "x" (Index = 1) angenommen wird. Die Kombinationen C1, C2, S, {B} oder C1, C2, C3, T, P, F, {B} werden vom Programm auch gelesen. In jedem Fall wird die volle Struktur in die Datei zurück geschrieben.


2.2 Meßwerteformular

Zur Eingabe und Bearbeitung der Meßwerte steht das Formular Messwerte/Bearbeiten zur Verfügung.

Im Kopfbereich des Meßdatenformulars werden Einträge abgelegt, die Projektbezeichnung (Titel) und Achsenbeschriftung in der Grafik und in der Tabellenausgabe definieren.

Siehe Formular Meßwerte und Formular Spalteneinstellungen


2.3 Meßwerttabellenausgabe

Die Meßwerte können unter "Messwerte/Liste" oder im "Report" aufgelistet werden. Die Anzeige "Messwerte/Liste" kann auf einem Drucker ausgegeben werden, ist aber eher dazu gedacht, diese über die Zwischenablage in eine eigene Dokumentation einzubinden.


2.4 Symbole zur Kategorisierung

In dem Formular Messwerte/Symbolekönnen den Messwerten vordefinierte symmetrische Symbole, eine Beschreibung und eine Farbe zugeordnet werden. Diese Symbole dienen zur Kategorisierung der Messwerte, wobei das Symbol "o" zur Darstellung deaktivierter Werte dient, die damit auch nicht in die Rechnung einfließen. Werden Beschreibungen eingegeben und diese Symbole unter Messwerte/Bearbeiten benutzt, so werden diese in der Legende der Grafik aufgeführt. Die Messwerte werden mit diesen Symbolen in der Grafik gekennzeichnet. In der Ausgabe unter Messwerte/Liste erscheint neben den Messwerten die Beschreibung.

Siehe Formular Texte und Farben der Symbole


3. Ausreißertest

Als Ausreißertest für einzelne Meßwerte wird der in der Richtlinie VDI 2449 Blatt 1 dokumentierte Test nach Grubbs mit einem zweiseitigen Signifikanzniveau von 95% durchgeführt.

Dabei wird eine Prüfgröße berechnet und mit einem kritischen Tabellenwert verglichen. Übersteigt die Prüfgröße den kritischen Wert, darf der Meßwert - bei möglicher experimenteller Begründung - eliminiert werden. Der Test kann mit reduziertem Datenkollektiv wiederholt werden, jedoch dürfen im mittleren Bereich maximal zwei Wertepaare eliminiert werden und im Randbereich maximal eines.

Der Test ist unabhängig von der Regressionsrechnung und liefert einen Protokolltext, der über die Zwischenablage in eine Dokumentation kopiert werden kann.

Wird der Ausreißertest über die Taste "Ausreißer" in Messwerte/Bearbeiten aufgerufen und ein möglicher Ausreißer gefunden, wird dieser Datensatz zum aktuellen Datensatz gemacht.

Siehe Formular Meßwerte


4. Regressionsrechnung

Unter dem Menüpunkt "Regression" sind folgende Funktionen zusammengefaßt:

  • Bestimmung der Koeffizienten der Analysefunktion
  • Berechnung der Kenngrößen für die Parametrierung des Auswertesystems
  • Grafische und textliche Dokumentation

Die Berechnungen basieren auf den Vorgaben der Richtlinie VDI 3950 Blatt 1 von Juli 1994. Darüber hinaus wurden folgende Quellen benutzt:

  • HARTUNG, Statistik, Oldenbourg 1985
  • HERRMANN, Statistik in C, Vieweg 1991
  • sowie VDI-Richtlinien, die im Text genannt werden

4.1 Analysefunktion und Signifikanztest

Die Analysefunktion wird aus einer Auswahlliste gewählt. Die Koeffizienten werden nach Maßgabe der kleinsten Abweichungsquadrate bestimmt

Mit Wahl der Funktion f(x) oder der Taste "Auto f(x)" wird ein Signifikanztest zwischen dem Polynomansatz erster (lineare Regression) und zweiter (quadratische Regression) Ordnung durchgeführt und der quadratische Ansatz gewählt, wenn er signifikant (mit einer Sicherheit von 95%) besser ist als der lineare.

Kriterium für die Güte in diesem Zusammenhang sind die Streuungen, wie sie nach den Gleichungen 5 (lineare Regression) und 27 (quadratische Regression) der Richtlinie VDI 3950 berechnet werden. Das Signifikanzkriterium für eine 95%ige Sicherheit liefert die Prüfgröße F der Tabelle B4 der Richtlinie.

Das Programm unterstützt auch logarithmische und exponentielle Regressionen in linearer und quadratischer Form, dieses jedoch mit einigen Einschränkungen.

Zur Information des Anwenders werden im Regressionsformular und im Regressionsprotokoll einige statistische Kenngrößen ausgegeben.

Siehe Regressionsformular


4.2 Vertrauens- und Toleranzbereich

Der Vertrauensbereich ist der Bereich, in dem ein Meßwert mit einer gegebenen statistischen Sicherheit (S) zu finden sein wird. Für eine statistische Sicherheit von 95% gibt die Richtlinie VDI 3950 ein Berechnungsverfahren an. Für abweichende Werte der Sicherheit wurden die Algorithmen aus HARTUNG, Seite 892 benutzt.

Der Toleranzbereich ist der Bereich, in dem zukünftige Messungen zu einem gegebenen Anteil (1-Gamma) richtig prognostiziert werden. Für einen Anteil von 95% gibt die Richtlinie VDI 3950 ein Berechnungsverfahren an. Für abweichende Werte des Anteils werden die Algorithmen aus HARTUNG, Seite 164 benutzt.

Siehe Regressionsformular


4.3 Werteabfrage

Durch Eingabe eines Wertes aus der folgenden Liste:

  • X-Wert
  • Y-Wert (Funktionswert)
  • Y +/- Vertrauensbereich
  • Y +/- Toleranzbereich

werden die restlichen Werte in der Liste ergänzt.

Siehe Regressionsformular


4.4 Zusätzliche Meßdatenregression

Bei benutzerdefinierten Koeffizienten beziehen sich die Analysefunktion sowie Vertrauens- und Toleranzbereich auf diese Eingaben. Mit einem Schalter ist die zusätzliche Darstellung der Meßdatenregressionsfunktion möglich.

Beide Funktionen sind dann vom gleichen Typ.

Siehe Regressionsformular


4.5 Kenngrößen des Meßsystems

In einem eigenen Eingabeformular Regression/Kenngrößen können zu einem Grenzwert bis zu sechs Kenngrößen des Meßsystems formuliert werden, die dann in der Grafik und im Protokoll dokumentiert werden.

Dieses Angebot kommt den Anforderungen der 17. BimSchV. entgegen.

Siehe Formular Kenngrößen


4.6 Protokoll

Das Protokoll zeigt die Dokumentation und Erläuterungen zur aktuellen Berechnung, sowie die Ausgabe einer Liste mit den Tabellenspalten:

  • X-Wert
  • Y-Wert
  • Y-Wert + - Vertrauensbereich
  • Y-Wert + - Toleranzbereich
  • n'

für eine Liste äquidistanter Stützstellen, die im Formular "Regression/Parameter" definiert werden.


4.7 Gestaltung der Ausgaben

Im Formular "Regression/Parameter" werden Angaben zur Gestaltung der grafischen Ausgabe gemacht.
Der Ausschnitt des darzustellenden Kurvenbereichs kann sowohl für die X- als auch für die Y-Achse bestimmt werden. Ist der Eintrag bei "bis" nicht größer als bei "von" wird die Skala automatisch gewählt.

Die Kenngrößenliste im Protokoll der Regressionsrechnung erstreckt sich mit gleichen Schritten über den festgelegten Wertebereich. Wird ein Parameter zur Definition der Stützstellen verändert, so werden die übrigen neu berechnet.

Die Gültigkeit der Regressionsrechnung erstreckt sich über den Wertebereich der Eingabedaten. Abweichend hiervon, können die Kurven zur Veranschaulichung, über diesen Bereich hinaus bei der Ausgabe, extrapoliert werden.

Zusätzlich zur primären X-Skala kann in der grafischen Ausgabe eine zweite X-Skala definiert werden (z.B. die Extinktion bei einer Staubmessung).

Dazu wird dem Bereich ("von", "bis") der primären X-Skala ein Bereich der zweiten X-Skala zugewiesen. Diese zusätzliche X-Skala muß zur Aktivierung mit Einheit und Namen versehen werden.

Die Grafik kann zur besseren Ablesbarkeit mit einem Raster überzogen werden.

Siehe Formular der Ergebnisausgabe


5. Ausgaben, Report

Die Grafik, Listen, Protokolle und Reports können über das Windows-System auf die installierten Drucker ausgegeben werden oder über die Zwischenablage in das bevorzugte Programm kopiert werden. Für die Grafik stehen die Formate Bitmap und Metafile zur Verfügung. Ein Bitmap ist eine Punktweise Kopie und damit nicht so gut zum skalieren geeignet. Ein Metafile enthält Vektoren und ist damit besser skalierbar.

Die kann Grafik auch in verschiedensten Formaten exportiert werden. Die Funktion ist unter Bearbeiten / Exportieren zu finden.

Die Reports werden im HTML-Format erzeugt und nach dem Aufruf im Datenverzeichnis belassen. Die Reportdateien haben dann den Namen des Projektes mit der Dateierweiterung HTML und GIF. Selbstverständlich können diese Dokumente mit fast jedem Textverarbeitungsprogramm modifiziert werden, wobei man gewahr sein muß, daß diese Dokumente leicht versehentlich vom Programm überschrieben werden können. Der Aufbau der Reports kann im Formular Optionen/Einstellungen bestimmt werden.

Beispielreporte

Falls das HTML-Layout modifiziert werden soll, kann dieses mit sogenannten Stylesheets gemacht werden. Mit dem Eintrag <STYLE>td {font-size:9pt;}</STYLE> im Formular Standardwerte werden die Datenzellen der Tabellen in 9 Punkte Schrift dargestellt. Es muß beachtet werden, daß nicht alle Browser alle StyleSheet-Angaben unterstützen.

Weitere HTML-Elemente die verwendet werden sind:

th Kopfzellen von Tabellen
td Datenzellen von Tabellen
h2 Projekt-Überschrift
h3 Untergeordnete Überschriften
h4 Fußtext von Tabellen
p Paragraph / Absatz

Beispiel einer sehr kompakten Formatierung in Formular Standardwerte:

<STYLE>
p,td,th  { font-size:6pt; line-height:7pt; font-family:Verdana; }
h2  { font-size:9pt; line-height:10pt; font-family:Verdana; }
h3  { font-size:7pt; line-height:8pt; font-family:Verdana; }
h4  { font-size:7pt; line-height:8pt; font-family:Verdana; margin-top:0; }
table {border:2px solid red; border-spacing:0px;border-collapse:collapse; 
       margin-bottom:0; }
</STYLE>

Gute Literatur über HTML und speziell Style Sheets: www.w3schools.com.

Die Darstellung der Tabellen kann z.B. mit dem Eintrag Table.Properties=CELLSPACING=1 CELLPADDING=2 WIDTH="640" in p&k.ini modifiziert werden. Die Einstellungen fixieren die Tabellenbreiten auf 640 Pixel, innerhalb der Zellen wird ein Rand von 2 Pixeln eingefügt und zwischen den Zellen ist ein Platz von einem Pixel. Die Einstellung Table.Properties=CELLSPACING=0 CELLPADDING=0 erzeugt die kompakteste Darstellung.

Es gibt zwei Werte in p&k.ini mit denen die Gafikgröße im Report kontrolliert werden kann. z.B. GraphicWidth.text=600 GraphicHeight.text=400 (zwei Zeilen) setzt die Gafikgröße auf 600 x 400 Pixel, welche etwa mit 96dpi (Punkte Pro Zoll) umgerechnet werden kann. Diese Parameter werden in Formular Standardwerte gesetzt. Das Programmfenster wird beim Start des Reports auf diese Größen gesetzt!


6. Problembehebung und Kompatibilität

zur Vorgängerversion
Das Programm kann die Daten von Vorgängerversionen lesen, schreibt jedoch ein für die alten Programme unlesbares Format.

Rote Linie in der Grafiklegende
Es wurden zuviele Elemente für die Legende ausgewählt, die in diesen Abmessungen nicht dargestellt werden können. Um anzuzeigen, daß die Legende nicht komplett ist, wurde sie mit einem roten Diagonalstrich gekennzeichnet. Wählen Sie weniger Elemente aus oder vergrößern sie das Grafikfenster.

Hinweise
Falls die sog. Hints zu schnell verschwinden, kann in der Datei P&K.ini (im Programmverzeichnis) ein Wert für "HintHidePause" gesetzt werden, z. B. HintHidePause=2500, bedeutet, der Hint bleibt für 2,5 Sekunden sichtbar, wenn diese nicht durch andere Aktionen beendet wurde.

Axen Labelformat

Falls einem das Labelformat nicht zusagt, kann ein anderes Labelformat in der Datei p&k.ini definiert werden. Die Datei befindet sich im Programmverzeichnis. Die Zeile "AxisValuesFormat=0.######" bedeutet, daß der Punkt als Dezimalzeichen gezeigt wird, führende Nullen und Maximal 6 Nachkommstellen. Die Zeile "AxisValuesFormat=#,###.###" produziert ein Komma, wenn der Wert 1000 überschreitet, keine führenden Nullen und maximal 3 Nachkommstellen. Die Anführungsstriche sind nicht mit einzutragen.


P&K 3783 Dispersion calculation for accidental releases (emission) according to VDI 3783 part 1 and part 2 in an integrated implementation of both guidelines.



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